Alte Stiche : Rheinland-Pfalz
Ehrenbreitstein
“Hermanstein”
Ansicht mit emblematischer Darstellung u. gestoch. Devise resp. Sinnspruch (dt. und lat.) ober- u. unterhalb des Bildes.
Kupferstich (eigentlich Kupferradierung) aus Daniel Meisner’s Schatzkästlein*. Exemplar der frühen Ausgabe bei Eberhard Kieser., Frankfurt a. M., 1626.
Die späteren Auflagen bei Paul Fürst in Nürnberg (erschienen 1637 bis ca. 1678)
zeigen oben rechts einen Buchstaben (A-H) mit nachfolgender Zahl (Plattennummer).
Darstellung : 9,5 × 14,5 cm
Blattgröße : 15 × 19 cm
Gratiger, schöner Druck auf unberührtem, breitrandigen Bütten.
Original copper engraving/etching on laid paper with broad margins, strong impression in very fine state of preservation.
65 EUR
Die Bayerische Pfalz (Landkarte)
“Die bayerische Pfalz in 4 Sectionen”
Im Maassstabe 1:150000 nach den neuesten Aufnahmen bearbeitet im topographischen Bureau
des kgl. bayr. Generalquartiermeister-Stabes. München 1845.
Lithographie, datiert 1845.
Gezeichnet von Oberlieutnant H. Fick (unten links).
Darstellung : 77,5 × 78,5 cm
Sehr seltene Faltkarte.
Orig. auf Leinen aufgezogen mit orig. Schuber.
Die Karte in schönster, unberührter Erhaltung, der Schuber rundum sehr stark bestoßen.
Referenzliteratur : Tooley’s 506.
“Nach den Napoleonischen Kriegen und dem Wiener Kongress (1815) kam die territorial neu umrissene linksrheinische Pfalz 1816 als Rheinkreis an Bayern. Es handelte sich dabei um eine Entschädigung für die Gebiete rechts des Inn und die Stadt Salzburg, welche Bayern im Münchner Vertrag vom 14. April 1816 an Österreich abgetreten hatte. Versuche, auch die rechtsrheinischen Gebiete der Kurpfalz (mit Mannheim und Heidelberg) für das Haus Wittelsbach zurückzugewinnen, waren nicht erfolgreich. Speyer wurde Kreishauptstadt der Pfalz. Im Jahre 1835 verfügte der bayerische König Ludwig I., dass die Verwaltungseinheiten der mittleren Ebene nicht mehr entsprechend dem französischen Vorbild nach Flüssen, sondern nach historischen Bezugspunkten benannt werden sollten. Der „Rheinkreis“ wurde daher in „Rheinpfalz“ umbenannt. Die Benennung sollte an die lange Tradition wittelsbachischer Herrschaft in der Region vor 1816 erinnern und zudem eine Verwechselung mit der bayerischen Oberpfalz ausschließen. Vor diesem historischen Hintergrund stand „Rheinpfalz“ lange Zeit auch für das pfälzische Weinbaugebiet. Seit dem 27. August 1993 lautet die Bezeichnung für dieses Anbaugebiet ebenfalls „Pfalz“. Der während der bayerischen Zeit aufgekommene Name Hinterpfalz für die Westpfalz ist heute nicht mehr gebräuchlich. Innerhalb des Königreichs Bayern genoss die Pfalz eine rechtliche und administrative Sonderstellung, da die bayerische Regierung wesentliche Errungenschaften der französischen Zeit beibehielt. So blieb in der Pfalz die Grundherrschaft aufgehoben (was im rechtsrheinischen Bayern erst 1848 geschah), die Trennung von Justiz und Verwaltung war bis auf die unterste Ebene der Verwaltung durchgesetzt (Trennung von Landkommissariaten und Landgerichten) und die völlige Gewerbefreiheit in Kraft. Überdies galt der Code civil bis zum Erlass des BGB im Jahre 1900 als Zivilrecht der Pfalz. Der Regensburger Historiker Heiner Haan beschrieb die Beziehung zwischen dem rechtsrheinischen Bayern und der sonderberechtigten Pfalz als ein Verhältnis von „Hauptstaat und Nebenstaat“. Unter dem Einfluss der französischen Julirevolution von 1830 kam es 1832 auf dem Hambacher Schloss beim damaligen Neustadt an der Haardt zu einer großen Freiheitskundgebung, die als Hambacher Fest in die Geschichte einging. Die Forderungen nach politischen Mitspracherechten gingen weiter, als die bayerische Verfassung von 1818 vorsah. Es handelte sich aber um keine ursprünglich auf die Pfalz, sondern auf Deutschland und die deutsche Nation bezogene Veranstaltung. Nach der gescheiterten Märzrevolution von 1848 und der Frankfurter Nationalversammlung organisierten pfälzische Revolutionäre im Mai 1849 einen Aufstand gegen die bayerische Regierung. Ziel war die Schaffung einer Pfälzischen Republik und die Annahme der Paulskirchenverfassung. Die Erhebung wurde innerhalb weniger Wochen von preußischen Truppen fast kampflos niedergeschlagen. Die Herrschaft des bayerischen Königshauses wurde durch Bauprojekte wie die königliche Villa Ludwigshöhe bei Edenkoben und die umfassende Restauration des Doms zu Speyer zum Ausdruck gebracht.” (Wikipedia 3.3.10)
hbx
St. Goar - Rheinfels - Katzenellenbogen
“St. Goar – Rheinfels – Catznelnbogen”.
Gesamtansicht mit emblematischer Darstellung u. gestoch. Devise resp. Sinnspruch (dt. und lat.) ober- u. unterhalb des Bildes.
Kupferstich (eigentlich Kupferradierung) aus Daniel Meisner’s Schatzkästlein*. Ausgabe bei Eberhard Kieser, Frankfurt a. M., 1628
Exemplar der frühen Ausgabe bei E. Kieser.
Die späteren Auflagen bei Paul Fürst in Nürnberg (erschienen 1637 bis ca. 1678)
zeigen oben rechts einen Buchstaben (A-H) mit nachfolgender Zahl (Plattennummer).
Darstellung : 9,5 × 15 cm – Blattgröße : 15 × 19 cm.
Gratiger, schöner Druck auf unberührtem Bütten.
Original copper engraving/etching on laid paper with broad margins, strong impression in very fine state of preservation.
75 EUR
Weitere Graphik dieser Region: Holzschnitte, Kupferstiche, Radierungen, Lithographien