Landshut (Heinrich Adam)

“Landshut von der Mittagsseite.”

Kupfer-Radierung, gezeichnet und gestochen von Henrich Adam,
für Philipp Krüll, Landshut, 1822 (erschienen erst 1835).

Darstellung = Blattformat : 18,6 × 32,1 cm

Eine biedermeierliche Idylle. Im Vordergrund
pfeifeschmauchender Student (?)
mit seinem Hund.

Das Blatt entstammt dem Werk :
Geschichte der Stadt Landshut in Baiern. Mit besonderer Rücksicht auf die Vaterlandsgeschichte. Bearbeitet von Mehreren. – Landshut, bei Manz (Krüll’sche Universitätsbuchhandlung), 1835.

Exemplar auf kräftigem Bütten. Schwache Altersfleckchen sowie eine minimale Bereibung in der Himmelspartie. Rundum bis ganz an den Darstellungsrand unter Verlust der Schrift beschnitten. Die drei vertikalen, feinen Papierfältchen, rühren von der Einfaltung in obengenannten Buche her und sind weniger als Mangel, denn als Echtheitshinweis zu sehen.

Diese Vedute Heinrich Adams diente als Vorlage
für die Kreide-Lithographie von Gustav Kraus (1804 Passau-1852 München).

Vita : “Adam, Heinrich, Maler, *27.3.1787 Nördlingen, †15.2. 1862 München … Malt Landschaften und Stadtansichten, v. a. in der für ihn typischen Form des Bildes mit Randansichten. Gemeinsame frühe Studien mit Bruder Albrecht, mit dem er zeitlebens engen Kontakt hält und, von dem er wiederholt Mittel zur Aus- und Weiterbildung erhält. 1805 erlernt er die Technik der Radierung. 1807 kommt er nach München und ist als Zeichenlehrer im Hause des Grafen Froberg tätig. 1811 reisen Heinrich und Albrecht über Como nach Mailand. Aufenthalt bei Artaria in Blevio … 24 koloerierte Handzeichnungen nach bayerischen Städten (später lithographiert von Gustav Wilhelm Kraus) … 1851 Reise nach Venedig. 1852 schickt ein Kunstliebhaber A. nach Rom und Neapel; etwa 30 Ansichten, teilweise wieder mit Randansichten, entstehen. Er stirbt an den Folgen einer in Rom zugezogenen Hirnhautentzündung …” (AKL I, 1992, 282).

Literatur : Hans Bleibrunner / Kuno Weber : Landshut in der Malerei. Gemälde und Grafiken aus fünf Jahrhunderten. – Hrsg. vom Verkehrsverein Landshut e.V., 1989. Seite 172 f. (dort wird die Kupferradierung eigentümlicherweise als “Stahlstich” bezeichnet).

Original etching on laid paper, trimmed to the borderline.

385 EUR